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Praxistipps für die perfekte Verdübelung von WDVS

Bohrverfahren

Nur durch eine saubere Bohrlocherstellung kann der Dübel seine Funktion im Wärmedämm-Verbundsystem optimal erfüllen. Auf Grund dessen ist eine sorgfältige Beurteilung des Untergrunds unerlässlich. Der Zustand und die Art des Untergrunds sind ausschlaggebend für die Auswahl des richtigen Bohrverfahrens.

Folgende Bohrverfahren sind je nach Bohrmaschine bzw. Bohrhammer möglich:

Drehbohren: ohne Schlag
Schlagbohren: viele Schläge mit geringer Schlagenergie
Hammerbohren: wenige Schläge mit hoher Schlagenergie

Das Verfahren zur Bohrlocherstellung ist abhängig vom jeweiligen Verankerungsgrund und kann der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Nutzungskategorie A (Beton und Mauerwerk)

Bohrverfahren: Schlag-/Hammerbohren

Nutzungskategorie B (Vollziegel, Kalksandvollstein, Leichtbetonvollstein)

Bohrverfahren: Schlag-/Hammerbohren

Nutzungskategorie C (Hochlochziegel, Kalksandlochstein, Hohlblockstein)

Bohrverfahren: Bohren im Drehgang ohne Schlagimpuls


Nutzungskategorie D (Haufwerksporiger Leichtbeton)

Bohrverfahren: Bohren im Drehgang ohne Schlagimpuls


Nutzungskategorie E (Porenbeton)

Bohrverfahren: Bohren im Drehgang ohne Schlagimpuls


Bohrlocherstellung

Bei der Bohrlocherstellung sollten für den jeweiligen Dübeltyp angegebene Montagekennwerte sorgfältig eingehalten werden (insbesondere die Mindest-Bohrlochtiefe). Entscheidend für die Tragfähigkeit des Dübels ist die exakte Bohrloch-Geometrie. Bohren Sie immer rechtwinklig und verändern Sie während des Bohrvorgangs niemals die Richtung. Das gilt besonders bei weichen Baustoffen. Reinigen Sie das Bohrloch vor dem Einsetzten der Dübel durch mehrmaliges Herausziehen des Bohrers von Bohrmehl.